057 Schauspielerin, Schulgründerin und wirklich wichtige Dinge – Interview mit Monika Wenn

Ich heiße Monika Wenn oder auch gerne CrazyMoni genannt und bin 37 Jahre jung, Mutter zweier Kinder, 21 Jahre in einer Beziehung, 11 Jahre davon in Ehe. Ich lebe von und mit Träumen. Obwohl ich im System gefangen bin, nehme ich mir alles was ich kriegen kann. Immer wieder wurde mein Leben signifikant verändert. Zunächst bin ich einer spießigen Familie mit zwei ehrgeizigen Elternteile aufgewachsen. Dazu gehören meine drei Geschwister. Wir alle sind rebellisch und ziehen unser Ding durch. Ich wollte Autorin, Schauspielerin und Sängerin werden. Natürlich wollte ich auch einen Bauernhof haben. Was daraus geworden ist? Ich bin in einem spießigen Job tätig, war u.a. 5 Jahre lang Komparsin beim Großstadtrevier, hatte meine kleine Filmschule, durfte einmal für das Magazin „Instyle“ modeln und für kleinere Veranstaltungen/Shootings. Dann kamen unsere zwei „Revoluzen“ unsere Kinder. Diese zwei haben mein Leben gleich zweimal auf den Kopf gestellt und mich an meine Grenzen gebracht. Jetzt schreibe ich für das Magazin „Scarlett“, gründe eine Freie Schule und bin auf den erneuten Weg in die Selbstständigkeit.

Steckbrief

Name

Monika Wenn

Wohnhaft in welcher Stadt?

Nienstädt bei Stadthagen,

Wer gehört zu deiner Familie?

Mein Mann Alexander Wenn (Musiker (Schlagzeuger), ehmaliger Schlagzeuger von Gunter Gabriel, spielt jetzt mit seiner Tochter Yvonne Koch-Nashville Playboys), Sohn Valentin (7 Jahre, liebt Kühe, liebt Technik und möchte u.a. Landwirt werden) Tochter Anna-Maria (wird 5 Jahre, ist Hippie, fotografiert gerne, klettert und tanzt gerne), Teilzeitkater Rufus und 17 Zwergkaninchen – 13 ohne Namen)

Welcher Satz begleitet dich? Was sind deine Lieblingszitate und Leitsätze?

Der Glaube kann Berge versetzen. Es ist nie zu spät. Lebe Deine Träume. Ein Funken reicht, um ein Feuer zu entzünden. Besser ein Licht anzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen. Mache dir die Welt, wie sie dir gefällt.

Wann und wie bist du Mama geworden?

Ich bin mit 29 Jahren Mama geworden. Es war geplant. Die Schwangerschaft war von Sorgen und Ängsten begleitet, ebenso von Sturheit, Neugier und Freude. Ich hatte den Wunsch, das unser Sohn statt am 8.12.2011, am 20.11.2011 zur Welt kam. Er sollte wie sein Opa und Papa, Skorpion vom Sternzeichen werden. Valentin kam am 20.11.2011 zur Welt. Ein Blick in seine Augen, war ein Wunder. Valentin kam mit einem Knickhaken –Fuß zur Welt. Nach dem Mutterschutz bin ich wieder arbeiten gegangen. Einen Schritt den ich heute bereue, aber ich weiß auch, dass ich zu dieser Zeit mir nicht vorstellen konnte zuhause zu bleiben. Die ersten Jahre waren schwer. Unser Sohn hatte erst die 3-Monatskoliken, Wachstumsschübe, Zähne…er weinte viel und ich hatte es nicht verstanden warum. Heute ahne ich, dass ihm meine Nähe fehlte. Als er im Kindergarten kam wurde festgestellt, dass er nur auf 30 Prozent hörte. Die ersten 3 Jahre haben Spuren hinterlassen. Mutter wurde ich erst mit unserer Tochter. Sie kam ungeplant ABER von mir sehr gewünscht. Bei ihr blieb ich die ersten 8 Monate zuhause. Ich begriff wie schön diese Zeit mit den Kindern ist. Ich war nicht mehr karrieregeil und strebsam, sondern ein geläutertes Kind. Doch auch unsere Tochter wurde Nachts immer wieder wach und das war nicht gut, denn ich musste um 4 Uhr immer schon wieder los zu meiner Arbeit nach Hannover. Nach 3 Jahren und insgesamt 5 eineinhalb Jahre nicht durchschlafen gab ich auf. Ich kürzte meine Arbeitszeit von 30 Stunden auf, 26 Stunden, auf 23 Stunden und nun auf 18 Stunden. Meine Arbeitszeit beginnt um 8 Uhr an 3 Tagen. Zwei Tage habe ich nun frei. An den drei Tagen bin ich gegen 15:30Uhr bei den Kindern. Oft haben wir dann Spielbesuch. An den 3 Tagen ist es wichtig, dass ich viel Selbstfürsorge betreibe. Ich muss auf ausreichend trinken und darauf achten, dass ich eine warme Mahlzeit am Tag bekomme. Ohne dem werde ich zum Wolf oder zum Elch. Die Nachmittagsaktionen sollten idealerweise nicht kräftezehrend sein. Mittlerweile leben wir 100% bedürfnisorientiert. Auch in der Beziehung zu meinem Mann. Alle sind mit ihren Bedürfnissen gleichwertig.

Wie erziehst du deine Kinder?

Bedürfnisorientiert. Vor 3 Jahren begriff ich, dass nicht meine Kinder mein Problem sind. Ich erkannte, dass die Erziehung nicht wirkt. Ich war gezwungen was zu verändern und fand im Internet Ruth Abraham vom Kompass. Mit Skepsis hörte ich die Stories von Ruth und ich begriff langsam. In kleinen Steps bewegte ich mich in diese Richtung. Von Aggressiv zum „Ohm-ich bin gechillt“. Deutliche Veränderungen nahmen aber vor 2 Jahren ihren Lauf, als ich begann Mitbegründerin einer Freien Schule zu werde. Bis dahin sprach ich von mir mit „man“. Ich war eine total „man-typische-Sätze“ Person. Selten sagte ich „ich“. Nach dieser Erkenntnis passierte eine Kettenreaktion mit wahren Explosionen in meinem Erwachen und der Erkenntnis „Wer bin ich.“. Heute gelingt es mir ohne Aggressionen, ohne verbaler Gewalt und auf Augenhöhe mit meinen Kindern umzugehen. Ich gehe 100% selbstfürsorglich mit mir um und übe mich gerade in der Selbstliebe UND das gibt mir POWER mit meinen Kindern wertschätzen, liebevoll ohnehin, umzugehen. Konkret sieht das so aus, dass ich meinen Kindern keine böse Absicht unterstelle. Auch wenn sich mir die Haare raufen, wenn das Badezimmer zum x-ten Mal geflutet wird, die Fenster ein gematscht werden und die Türrahmen aus dem Rahmen allmählich rutschen. Natürlich greife ich ein. Und das sieht im Idealfall wie folgt aus: Stopp. Tolles Spiel, nicht der richtige Ort. Alternative anbieten. Gelegentlich sieht es so aus….Die Tür wird geknallt und ich fange die Türe ab, bevor diese den Rahmen erreicht und erneut allmählich aus der Wand heraus wackelt. Manche Dinge, brauchen ihre Zeit, eh sie sich verändern.

Was rätst du einer Mama?

1. Selbstfürsorge und Selbstliebe.

2. Du/ihr entscheidet was euch guttut. Schau genau hin.

3. Kein Kind wird böse geboren. Wenn dein Kind sich zum Tyrannen entwickelt, dann bist du das Problem. Nicht bös gemeint, wir bringen so viel aus unserer Kindheit an Baustellen mit, die auf Bearbeitung warten. Wir sind so lange in der Endlosschleife drinnen, bis wir gelernt haben unsere Baustellen zu akzeptieren und mit Liebe drauf zu schauen. Was meine ich damit: wenn die Kinder laut rumbrüllen, was stört mich/dich daran? Wahrscheinlich, dass wir es selber auch nicht durften. Das wir es peinlich/unangenehm finden wie andere darauf reagieren. Das ein Kind laut ist gehört zu seiner Entwicklung und es ist meine Pflicht in eine Umgebung zu schaffen, in der sie es dürfen. Schafft zum Beispiel eine „Schrei-Meditation“, eine Lach-Meditation usw….

4. Finde Deine/Euere Alternativen zu „man-muss-darf-soll“.

Was machst du beruflich und was ist deine Mission?

Ich bin Sachbearbeiterin bei einem Prüfunternehmen. Das ist nicht meine Mission. Ich habe mich entschlossen noch in diesem Jahr (spätestens nächstes Jahr) mit den Worten „Danke“ das Unternehmen zu verlassen und in mein neues Leben einzutauchen. Wie das ausschauen wird, kann ich im Moment nur erahnen. Was passiert also gerade? Ich beginne noch diesen Monat mit der Ausbildung zur Kinderyogalehrerin. Unsere Freie Schule wird dieses Jahr höchstwahrscheinlich ihre Tore öffnen. Auch hier bin ich zu mindestens ehrenamtlich verwaltungstechnisch am Arbeiten. Nebenbei schreibe ich für das Magazin „Scarlett“ unentgeltlich. Ich habe die Idee zu referieren. Sei es über Plastikarm Leben oder ABER Meine Passion ist es: zu verändern. Ich könnte mir gut vorstellen, wenn sich Menschen vornehmen ihr Leben signifikant zu verändern, darin zu unterstützen. Ihnen Tipps zu geben. Den roten Faden in ihrem Leben zu finden. Auch in meinem Leben gibt es den roten Faden. Meine Ausbildungen und mein jetziger Job haben mir wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse gebracht. Ich bin ehrgeizig, flexibel, vielseitig interessiert und arbeite mich schnell in Themen ein.

Wie wirkt sich dein Beruf auf euer Zusammenleben aus?

Meine Ideen, meine spirituelle Reise, die ich gerade erlebe, wirken friedlich, inspirierend, motivierend und harmonisch auf unser Familienleben. Ich erlebe gerade meinen zweiten Frühling, mein Erwachen und bin wirklich sehr zufrieden. Ich bin total in Aufbruchsstimmung, möchte Reisen, Vorträge genießen und Inspirieren.

Was bietest du Online an?

Online biete ich aktuell an, mit mir Kontakt aufzunehmen. Mein Online-Business entwickelt sich gerade. Ich werde wahrscheinlich mit mehreren Angeboten auf unterschiedlichen Homepage an den Start gehen. Ich stelle mir gerade diese Bereiche vor: Lebensberatung, Kinderyogalehrerin, Plastikarm Leben und Texte-Werkstatt vor. Ich kann gut zuhören und reden, motivieren und inspirieren. Wer also meinen Weg interessant findet und sich denkt, mit CrazyMoni möchte ich mich unterhalten. Dann lass uns sprechen und wenn ich merke, hier kann ich helfen überlege ich wie und zu welchem Energieausgleich. J

Welche Bücher empfiehlst du?

Ich empfehle Euch folgende „Schriftsteller“

Veit Lindau

Rüdiger Dahlke

Ich habe noch keine Bücher von beiden gelesen, beschäftige mich aber intensiv mit ihren Youtube / Social Media auftritten.

Weiterhin empfehle ich:

Maxim Mankevich https://maximmankevich.com/vortrag hat leider noch keine Bücher geschrieben-seine Vorträge sollten reichen.

Liebe Monika,

vielen herzlichen Dank für dieses schöne Gespräch!

Deine Sabrina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

61 − = 52